Gründung

Gründung dank weitsichtigen Pionieren

Einer alten Zusammenstellung der Unwetterereignisse kann entnommen werden, dass die Lütschinen und ihre Zuflüsse infolge Ausbrüchen mit Überschwemmungen und Übersarungen schon seit Jahrhunderten mehrmals schwere Schäden verursachten.

 

Das „Gesetz über den Unterhalt und die Korrektion der Gewässer“ des Kantons Bern, vom 3. April 1857 hielt in seinen Paragraphen unter anderem fest:

 

§ 12:

Die Pflicht zur Ufersicherung und zum Schutz gegen Überschwemmung (Schwellen- und Damm-Pflicht) lastet auf dem beteiligten Eigentum.

 

§ 24:

Dem Staate gegenüber haftet die Gemeinde für die Erfüllung der Schwellen- und Dammpflicht in ihrem Bezirk, unter Vorbehalt ihres Rückgriffs gegen die Schwellenbezirke und die wirklich Pflichtigen.

 

Vor allem in Matten und Wilderswil war man interessiert, den drohenden Gefahren Einhalt zu gebieten, und so wurde - sieben Jahre nach Inkrafttreten des obenerwähnten Gesetzes - am 19. Juni 1864 die Schwellenkorporation der Vereinigten Lütschinen gemeinsam mit Vertretern der Gemeinden Bönigen und Gsteigwiler aus der Taufe gehoben. Jede Gemeinde ordnete 2 Mitglieder in die Schwellenkommission ab.

 

Am 8. Februar 1866 wurde die Gemeinde Aarmühle (heute Interlaken) in die Korporation aufgenommen, ihr wurde vorerst ein Sitz eingeräumt.

 

Dem Nachtrag zum Schwellenreglement vom 17. Juli 1871 kann entnommen werden, dass die Gemeinde Aarmühle mit gleichen Rechten und Pflichten zum Schwellenbezirk der Vereinigten Lütschinen gehört und ab diesem Datum ebenfalls mit 2 Mitgliedern in der Schwellenkommission vertreten war.